Freiburg

Unrentables Gruppenhaus wird für Touristen und Vereine geöffnet

Lange war die Zukunft des von Reformierten geführten «Haus der Begegnung» in Charmey ungewiss. Nun wurde die Synode der reformierten Kirche des Kantons Freiburg über die neuen Pläne informiert.

Das «Haus der Begegnung» in Charmey wird renoviert und ausgebaut. Ziel sei es, dass auch Touristen und Vereine die Gruppenunterkunft nutzen können. Dies sagte Adrien de Steiger, Präsident der für das Haus verantwortlichen Stiftung, vor der Synode der reformierten Kirche des Kantons Freiburg. Gemäss einer Mitteilung soll die Umnutzung «der Offenheit und dem Geist der reformierten Tradition» entsprechen. Es soll aber weiterhin möglich bleiben, im Haus Gemeindeaktivitäten zu pflegen. Durch den Umbau nicht beeinträchtigt sei der Aufenthalt der derzeit einquartierten ukrainischen Flüchtlinge.

Die Gruppenunterkunft war während der Corona-Pandemie in eine schwierige Lage geraten. Bis dahin war sie gelegentlich von Sportgruppen, Jung- und Jugendorganisationen, Schulen oder für Seminare genutzt worden. Allerdings war das Haus nicht mehr rentabel, weswegen es vor zwei Jahren geschlossen wurde. Ein provisorischer Stiftungsrat erwog auch eine permanente Schliessung, entschied sich letztlich aber für ein neues Geschäftsmodell. Mit der UBIC-Gruppe wurde eine im lokalen Tourismus erfahrene Partnerin für Umbau und Zwischennutzung beauftragt.

Zwei Wechsel im Synodalrat

Die Synode befasste sich ausserdem mit mehreren Personalien. Zum einen gab Vizepräsidentin Thérèse Chammartin im Hinblick auf die Wahlen des Synodalrats im Dezember bekannt, nicht mehr für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Auch Pfarrer Martin Burkhard tritt nach neun Jahren im Gremium aus. Die restlichen bisherigen Mitglieder des Synodalrates wollen in der Legislaturperiode 2024-2027 weitermachen. Für die Vakanzen seien bis anhin zwei neue Kandiaturen eingegangen, heisst es in der Mitteilung.

Zum anderen wurden anlässlich der Synode zehn neue Katechetinnen und Katecheten diplomiert sowie mit Tünde Lamboley (Estavayer-le-Lac) eine neue Pfarrerin in den Kirchendienst aufgenommen. Pfarrer Andreas Hess schliesslich wurde nach 26 Jahren Dienst in der Kantonalkirche verabschiedet. (eba)