Fred Schütz ist neuer Ratspräsident
Der Evangelische Grosse Rat hat den ehemaligen Mittelschullehrer und Grossrat Fred Schütz zum Präsidenten gewählt. Er ist damit Nachfolger von Franz Rüegg und wird das Kirchenparlament zwei Jahre lang präsidieren. Weiter in die Geschäftsleitung gewählt sind Pfarrerin Silke Manske (bisher), Andri Poo (bisher), Aita Biert und Michael Pfäffli, heisst es in einer Mitteilung vom 10. November.
Für Diskussionen sorgte die Vorlage eines Gesetzes über die Durchführung von Visitationen («Visitationsgesetz»). Dieses soll dem Kirchenrat durch regelmässige Besuche vor Ort Einblicke in die Verhältnisse in Kirchgemeinden und Regionen ermöglichen. «Es geht um Unterstützung, nicht um Aufsicht», liess sich der Kirchenrat Frank Schuler zitieren. Es gehe darum, Kirchgemeinden fit zu machen für die Zukunft.
Umstritten war im Rat, wer in Zukunft visitiert werden solle – und in welchem Rhythmus dies zu geschehen habe: die 79 Kirchgemeinden alle 10 Jahre (so der Antrag des Kirchenrates), oder die zwölf Kirchenregionen alle fünf Jahre (so der Antrag der Vorberatungskommission). Obsiegt hat der Antrag der Vorbereitungskommission mit 43 gegen 25 Stimmen, heisst es in der Mitteilung. Das bereinigte Visitationsgesetz wurde mit 57 von 67 Stimmen angenommen – bei sieben Nein und zwei Enthaltungen.
Für das Jahr 2023 rechnet die Kantonale Evangelische Kirchenkasse mit Ausgaben von 11,5 Millionen Franken und Einnahmen von CHF 11,3 Millionen Franken. Daraus resultiert ein Aufwandüberschuss von rund 178‘000 Franken. (bat)