Für eine feministische Zukunft
Medien beeinflussen unsere Weltsicht. Doch die Berichterstattung wird immer noch vorwiegend durch eine männliche Perspektive geprägt. Wie die Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten berichtet, sind nach wie vor 70 Prozent der Journalistinnen und Journalisten in den Ressorts Politik und Wirtschaft männlich.
Auch 75 Prozent der Expertinnen und Experten, die in den Artikeln zu Wort kommen, sind Männer. Bei «komplexen» Themen werden kaum Frauen hinzugezogen. Der Frauenstreik 2019, an dem allein in Zürich Hunderttausende auf die Strasse gingen, hat zwar in der Branche die Gleichstellung angekurbelt. Stellen werden konsequenter ausgeschrieben und einige Frauen sind in die Teppichetagen eingezogen.
Doch es bleibt viel zu tun. Forderungen nach mehr Lohngleichheit, besserer Vereinbarkeit und mehr Frauen in Führungspositionen haben nichts von ihrer Aktualität verloren.
Die von fünf Frauen geführten Reformierten Medien, die ref.ch und das bref-Magazin herausgeben, verstehen sich als Teil der Medienbranche. Deswegen nehmen die Mitarbeitenden solidarisch am Frauenstreik-Tag teil. Am Freitag, 14. Juni, wird es keine News auf ref.ch geben. Die Redaktion ist am Montag, 17. Juni, wieder im Einsatz. (red)