Seenotrettung

Flüchtlinge der «Open Arms» gehen in Sizilien an Land

209 gerettete Flüchtlinge können das Rettungsschiff «Open Arms» verlassen. Sie dürfen in Sizilien von Bord. Nun muss das Rettungsschiff in Quarantäne.

Den Flüchtlingen, die von der «Open Arms» gerettet wurden, sei der Hafen von Pozzallo auf Sizilien zugewiesen worden, erklärte die spanische Hilfsorganisation Open Arms am 1. April. Nach der Evakuierung von zehn Geretteten waren noch 209 Geflohene an Bord.

Die Evakuierungen waren aus medizinischen Gründen von Lampedusa aus erfolgt. Unter anderem durften ein siebenjähriges Mädchen und seine Familie das Schiff verlassen. Das Kind hatte das Bewusstsein verloren und musste reanimiert werden.

Kein Rettungsschiff auf dem Mittelmeer

Die Crew der «Open Arms» hatte die Menschen in drei Einsätzen am Samstag und Montag in der maltesischen Rettungszone an Bord genommen. Ihre Boote waren in Seenot geraten. 56 von ihnen sind minderjährig, 17 davon unter zehn Jahren. Auch 13 Frauen, von denen zwei schwanger sind, wurden gerettet.

In Pozzallo befinden sich Passagierschiffe, auf denen Menschen, die auf dem Mittelmeer gerettet werden, in Quarantäne können. Auch die Besatzung der «Open Arms» wird eine Quarantäne einhalten müssen. Somit ist derzeit kein privates Rettungsschiff auf dem Mittelmeer. (epd/mos)