Ein Preis für «Die Mutigen»
Eine Story aus dem Wallis hat die gemeinsame Filmpreis-Jury der katholischen und reformierten Kirche im Kanton Zürich überzeugt. «Les Courageux» sei eine hervorragend gespielte und aktionsreiche Familiengeschichte, schreibt sie in einer Mitteilung. Schonungslos zeige dieser Schweizer Film auf, was die oft unsichtbare Armut mit Menschen mache – besonders mit Alleinerziehenden und ihren Kindern.
In «Les Courageux» kämpft eine alleinerziehende Mutter im Kanton Wallis um ihre finanzielle Existenz, während sie ihren drei Kindern versucht vorzugaukeln, dass alles in Ordnung ist. Dabei gerät sie immer tiefer in die Kleinkriminalität und verliert schliesslich das Vertrauen der Behörden.
«Der Film fokussiert auf das auch für die Kirchen wichtige Thema Familienarmut und die dadurch erzwungene Position von Menschen am Rand der Gesellschaft», sagt Jurypräsident Tobias Grimbacher. «Auch wenn auf den ersten Blick keine Hoffnung sichtbar ist: wer nach ihr fragt, erahnt sie.»
Der Filmpreis der Zürcher Kirchen wird jährlich an Filme verliehen, die sich durch ihre ethischen und moralischen Werte auszeichnen und einen positiven Beitrag zu gesellschaftlichen Fragen leisten. Er ist mit 10’000 Franken dotiert. Regisseurin Jasmin Gordon wurde 1978 in Los Angeles als Kind einer schweizerisch-amerikanischen Familie geboren. Bevor sie 2006 ihren Masterstudiengang Dokumentarfilm an der Stanford University abschloss, studierte sie Literatur und Fotografie in den USA und in Frankreich. Sie lebt und arbeitet heute in der Schweiz.