EVP fordert bezahlte Trauerzeit bei Fehlgeburten
Stirbt ein Kind in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft, haben die Eltern keinen Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung. Diese Eltern seien zu wenig geschützt, findet die EVP. Sie hat einen Vorstoss lanciert, in dem sie bezahlte Tage für die Trauerarbeit der Elternteile fordert, wie die Partei in einer Mitteilung schreibt.
Der Bund habe bei anderer Gelegenheit erklärt, dass erschütternde Ereignisse wie eine Fehl- oder Totgeburt vor der 23. Schwangerschaftswoche «im geltenden Recht nicht ausreichend berücksichtigt» seien. Der Zürcher EVP-Nationalrat Nik Gugger fordert nun, dass in einem solchen Fall die Mutter drei Tage bezahlten Urlaub erhalten soll und der zweite Elternteil einen Tag.
«Ein garantierter Mindesturlaub bei Fehl- oder Totgeburten auch vor der 23. Schwangerschaftswoche wäre eine rasche und unkomplizierte Lösung, um diese Lücke im Gesetz zu schliessen», lässt er sich in der Mitteilung zitieren. (dst)