Deutschland
Evangelische Kirche will Synode verkleinern
Vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen soll ein zentrales Beschlussgremium der evangelischen Kirche verkleinert werden. Bei der anstehenden Tagung der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) steht ein Kirchengesetz zur Reduzierung der Zahl der Synodalen auf der Tagesordnung, wie die Präses der EKD-Synode, Anna-Nicole Heinrich, mitteilte.
Das sei eine «Reaktion auf unsere veränderte Realität», sagte sie. Überall in der evangelischen Kirche werde überprüft, ob Strukturen schlanker gestaltet werden können. «Da sollten wir uns nicht ausnehmen», sagte Heinrich.
Aktuell ist die Zahl der Synodalen im Kirchengesetz auf 128 festgesetzt. 100 von ihnen werden durch die Synoden der 20 Landeskirchen entsendet. 28 Delegierte werden durch den Rat der EKD berufen. Künftig soll die Zahl der Synodalen stärker von der Mitgliederzahl der jeweiligen Landeskirche abhängig gemacht werden.
Die Anzahl Delegierte würde damit jeweils sinken, wenn die Zahl der Kirchenmitglieder zurückgeht. Der Vorschlag würde zum jetzigen Zeitpunkt bedeuten, dass der Synode 97 Mitglieder angehören, erläuterte Heinrich. Sie sagte, sie rechne mit kontroversen Diskussionen. (epd/ dst)