Jubiläum

Seit 175 Jahren schnelle Hilfe für Menschen in Not

Die Evangelische Gesellschaft des Kantons Zürich feiert ihr 175-Jahr-Jubiläum. Aus ihr gingen unter anderem die Dargebotene Hand und die Zürcher Stadtmission hervor. An weiteren Ideen mangle es nicht, sagt Stiftungsratspräsident Jürg Schoch.

Ein Dach über dem Kopf, ein warmer Z'Nacht, ein offenes Ohr oder medizinische Versorgung: Die DNA der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich ist die schnelle, vorurteilsfreie und unbürokratische Hilfe für Menschen in Not. Am Sonntag feiert sie mit einem Festgottesdienst im Grossmünster ihr 175-jähriges Bestehen.

«Als freies diakonisches Werk sind wir nah an den Nöten der Menschen, helfen entsprechend schnell, wo sonst noch niemand hilft, und entlassen die Projekte dann in die Selbständigkeit, wenn sie auf eigenen Füssen stehen», fasst Stiftungsratspräsident Jürg Schoch die Tätigkeiten des freien diakonischen Werks auf Anfrage von ref.ch zusammen. Aus Ideen der Stiftung entstanden zahlreiche heute etablierte Organisationen, so etwa die Dargebotene Hand, das Diakoniewerk Neumünster (Spital Zollikerberg), die Zürcher Stadtmission (Café Yucca; Isla Victoria), die Herberge zur Heimat, der Theologische Verlag oder Solidara.

Das letzte Projekt der Stiftung war der 2021 eröffnete Waschsalon «Bubbles of Happiness» im Niederdorf in der Zürcher Altstadt, wo Menschen auf der Gasse ihre Wäsche waschen können und soziale Unterstützung erhalten. Gemäss Schoch sei die Nachfrage unerwartet hoch, weswegen das Angebot erweitert werden soll. Derzeit unterstützt die Evangelische Gesellschaft auch die Herberge zur Heimat sowie das Flüchtlingstheater Malaika massgeblich.

Schoch lässt durchblicken, dass die Ideen nicht ausgehen: «Es zeigt sich, dass die Evangelische Gesellschaft an verschiedenen Stellen wichtige Impulse liefern kann.» Konkret wolle man das Sankt Anna Forum weiterentwickeln sowie die Nutzung der Sankt Anna Kapelle verbessern. «Mitten im Herzen von Zürich, ein paar Schritte von der Bahnhofsstrasse entfernt, bietet sie noch viel Potenzial als ganz besonderer Veranstaltungs- und Begegnungsort», ist Schoch überzeugt.

Festgottesdienst mit Musik und Apéro

Den Festgottesdienst vom kommenden Sonntag, 30.10.2022, wird Grossmünsterpfarrer Christoph Sigrist halten. Musikalisch unterstützt wird er von Andreas Jost an der Orgel sowie dem Toggenburger Naturjodelclub Säntisgruess. Anschliessend offeriert die Evangelische Gesellschaft einen Apéro Riche vom Malaika Flüchtlingstheater & Catering. Die Veranstaltung ist für alle offen, eine Anmeldung ist nicht nötig. (eba)