Eva Schwendimann kandidiert für den Kirchenrat
Im Herbst 2023 finden in Zürich Kirchenratswahlen statt. Wie die religiös-soziale Fraktion in einer Medienmitteilung schreibt, hat sie Eva Schwendimann als Kandidatin nominiert. Sie soll den Sitz ihres Fraktionskollegen Bernhard Egg verteidigen, der nicht mehr antritt.
«Die Kirche begleitet mich hoffentlich noch eine Weile. Deshalb will ich sie mitgestalten», sagt die 30-Jährige. Gelingt ihr die Wahl, möchte sie die Basis stärken. Die Landeskirche solle sich darauf konzentrieren, gute Ideen der Kirchgemeinden zu fördern. Am stärksten interessiert sich Schwendimann für das Ressort Bildung und Theologie.
Schwendimann ist Juristin und Lehrerin an einem Gymnasium. Zudem ist sie Vizepräsidentin der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission des Kirchgemeindeparlaments von Zürich. Laut der religiös-sozialen Fraktion überzeugt sie mit einem grossen Gestaltungswillen und ihren analytischen Fähigkeiten.
Vor wenigen Tagen hatte Schwendimanns Fraktionskollegin Esther Straub bekannt gegeben, dass sie Kirchenratspräsidentin werden will (ref.ch berichtete). Straub ist seit acht Jahren Mitglied des Kirchenrats und für das Ressort «Kirche und Gesellschaft» zuständig.
Sie tritt gegen den Amtsinhaber Michel Müller an. Er hat angekündigt, sich nochmals zur Verfügung zu stellen, nach einer halben Amtszeit aber zurücktreten zu wollen. Straub setzt für ihre Kandidatur alles auf eine Karte: Gelingt ihr die Wahl als Kirchenratspräsidentin nicht, scheidet sie ganz aus der Exekutive aus. (pef)