Zürcher Kirchenratswahlen

Esther Straub macht Michel Müller Konkurrenz

Die Zürcher Pfarrerin und Politikerin Esther Straub möchte reformierte Kirchenratspräsidentin werden. Die erste Hürde auf dem Weg ins Amt hat sie genommen.

Sie will es wissen: Pfarrerin Esther Straub möchte Zürcher Kirchenratspräsidentin werden. (Bild: zVg)

Im kommenden Herbst wählt die Zürcher Synode eine neue Kirchenratspräsidentin oder einen neuen Kirchenratspräsidenten. Amtsinhaber Michel Müller ist dabei nicht mehr der einzige Kandidat. Die langjährige Pfarrerin und SP-Kantonsrätin Esther Straub stellt sich ebenfalls für das Amt zur Verfügung. Die Religiös-soziale Fraktion hat Straub einstimmmig und «mit freudiger Überzeugung» nominiert, wie die Fraktion in einer Mitteilung schreibt. Straub sei eine «hochkarätige Kandidatin», heisst es im Communiqué.

Straubs Kandidatur sei eine Alternative zu einem «Übergangspräsidium», schreiben die Religiös-Sozialen und zielen mit dieser Spitze auf den Amtsinhaber Michel Müller. Dieser hatte angekündigt, bei einer Wiederwahl vorzeitig zurückzutreten und nach einer halben Amtszeit Platz zu machen für eine Nachfolgerin (ref.ch berichtete). Würde Straub gewählt, wäre sie die erste Frau im Amt.

Die 53-jährige Straub ist seit acht Jahren Kirchenrätin und Ressortvorsteherin des Bereiches «Kirche und Gesellschaft». Sie ist sehr vernetzt und breit akzeptiert. Eine aktive Mitbestimmung sei ihr wichtig, lässt sich Straub in der Mitteilung zitieren. «Ich will die Gemeinden und das Milizsystem stärken, statt die Organisation zu zentralisieren». (jow)