Gesprächsrunde

EU soll für faire Asylverfahren sorgen

EU-Politiker und Religionsvertreterinnen haben sich an einem Online-Meeting über aktuelle politische Themen ausgetauscht. Viel Raum nahm das Unrecht an den Aussengrenzen Europas ein.

Spitzenvertreter der EU-Kommission haben mit Vertreterinnen von Religionen und nicht-konfessionellen Gemeinschaften aktuelle Themen wie Klimaschutz und Migration erörtert. An dem online abgehaltenen Austausch am Freitag nahmen unter anderen die Vizekommissionschefs Margaritis Schinas und Dubravka Suica sowie die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, teil.

Heinrich zufolge wurde das Thema Unrecht an den Aussengrenzen Europas, darunter illegale Pushbacks, mehrfach angesprochen. Es habe klare Forderungen nach fairen, effizienten Asylverfahren und mehr innereuropäischer Solidarität gegeben, sagte die EKD-Vertreterin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Heinrich drang bei dem Treffen einer Mitteilung zufolge zudem darauf, dass die EU ihr Engagement für eine gerechte Verteilung von Corona-Impfstoffen, auch in ärmeren Ländern, verstärkt.

Der Vertreter der Konferenz der Europäischen Rabbiner, Polens Oberrabbiner Michael Schudrich, nannte beispielhaft fünf Themen des Austausches: die Freiheit der Religionsausübung, Migrations- und Flüchtlingspolitik, Rechtsstaatlichkeit in der gesamten EU, ein Zugehen auf die Jugend sowie Digitalisierung und Informationstechnologie.

Offizieller Schwerpunkt des regelmässigen Austausches sollte laut Ankündigung der EU-Kommission die Konferenz zur Zukunft Europas sein. Diese besteht aus einer Vielzahl von Veranstaltungen und einer zentralen Online-Plattform. Auf beiden Wegen können Bürger ihre Ideen für die Zukunft der EU äussern. Am Ende sollen Kommission, Europaparlament und Ministerrat prüfen, was daraus wird. (epd/no)