Erste Unterschriften für Schöpfungsinitiative gesammelt
1000 Unterschriften müssen die Initianten innerhalb eines halben Jahres für ihre Volksinitiative sammeln. Am Samstag haben sie an einem Lancierungsevent in der offenen Kirche St. Jakob in Zürich damit begonnen. Die Ausbeute am ersten Tag war überschaubar: Etwa 20 Unterschriften seien bislang für ihre Schöpfungsinitiative zusammengekommen, sagt Tobias Adam, Theologiestudent, Klimaaktivist und Präsident des Initiativkomitees. «Wir haben aber auch nicht erwartet, dass bereits Hunderte unterschreiben.» Der Anlass habe vielmehr symbolischen Charakter gehabt.
Es seien zudem Unterschriftenbögen verteilt worden, mit denen Unterstützerinnen nun auf Stimmenfang gehen wollen: vor allem in Kirchen und an kirchlichen Veranstaltungen im Kanton Zürich. Weitere rund 200 Bögen seien von Sympathisanten über die Plattform «we collect» heruntergeladen worden.
Die Schöpfungsinitiative verlangt, dass die reformierten Kirchgemeinden im Kanton Zürich bis im Jahr 2035 ihre Treibhausgasemissionen auf netto 0 senken. Erreichen sollen sie dieses Ziel, indem sie auf fossile Energieträger verzichten. Wo dies aus technischen oder denkmalpflegerischen Gründen nicht möglich ist, lässt die Initiative Ausnahmen zu. Laut den Initianten muss nicht zwingend jede einzelne Kirchgemeinde netto 0 ausweisen. Entscheidend sei der Durchschnitt innerhalb der Zürcher Landeskirche.
Kommt die Initiative zustande, würde Tobias Adam und seinen Mitstreiterinnen ein Novum gelingen. Noch nie in der Geschichte der Zürcher Landeskirche ist eine Volksinitiative zustande gekommen. Zwei frühere Versuche scheiterten. (hz)