Erdkugel schwebt in Dresdner Frauenkirche
In der Dresdner Frauenkirche hängt neuerdings eine sieben Meter grosse Erdkugel. Die 3D-Kunstinstallation «Gaia» (altgriechisch: Erde) des britischen Künstlers Luke Jerram in drei Metern Höhe wird sich alle vier Minuten einmal drehen, kündigte die Stiftung Frauenkirche an. Sie biete die Gelegenheit, die Erde aus der Perspektive eines Astronauten aus dem Weltraum zu sehen.
Frauenkirchenpfarrer Markus Engelhardt wies bei der Vorstellung der Installation auf eine «nie dagewesenen Ballung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Krisen» hin. Über all diesen Erschütterungen stehe der Klimawandel als «die Mega-Krise unserer Zeit». Das solle mit der Präsentation von «Gaia» ins Bewusstsein gerückt werden.
Die Installation basiert auf Nasa-Bildern der Erdoberfläche. Durch ihre Grösse und stille Erhabenheit gelinge ihr das Wunder, den Planeten in seiner Gesamtheit wahrnehmbar zu machen, hiess es. Zugleich führe sie die Zerbrechlichkeit der Erde unmittelbar vor Augen. Zu sehen ist die Kunstinstallation «Achtung zerbrechlich» bis zum 26. März 2023.
Der in Grossbritannien lebende Installationskünstler Jerram arbeitet den Angaben zufolge seit mehr als zwei Jahrzehnten international und gestaltete allein im vergangenen Jahr 105 Ausstellungen in 25 Ländern. Seine Kunstwerke werden demnach in mehr als 50 Dauerausstellungen in aller Welt gezeigt, unter anderem im Metropolitan Museum of Art in New York. Eines seiner Themen ist der Umgang der Menschheit mit dem Planeten. (epd/pef)