Elisabeth Kopp ist tot
Mit Elisabeth Kopp ist eine der bekanntesten Politikerinnen der Schweiz gestorben. Die Bundeskanzlei hat Kopps Familie und Angehörigen in einer Medienmitteilung ihr Beileid ausgedrückt.
Kopp stammte aus einer Familie von Grossindustriellen. Sie wuchs im Kanton Bern auf und gehörte der Evangelisch-reformierten Kirche an. In den 1950er Jahren begann sie ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. In dieser Zeit setzte sie sich für ungarische Flüchtlinge und das Frauenstimmrecht ein.
Die Politikerin der FDP wurde nach der Einführung des Frauenstimmrechts in Zürich 1970 in den Gemeinderat von Zumikon gewählt. Danach wurde sie Präsidentin der Zürcher Gemeinde, 1979 gelang ihr der Sprung in den Nationalrat. Fünf Jahre später wurde sie als erste Frau in die Landesregierung gewählt.
1988 wurde bekannt, dass sie ihrem Ehemann interne Informationen aus dem Bundesrat weitergegeben hatte. 1989 trat sie deshalb aus der Regierung zurück. Später wurde sie vom Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung freigesprochen. (pef)