«Wort zum Sonntag» feiert Jubiläum
Am 8. Mai 1954 startete die erste deutsche «Wort zum Sonntag»-Sendung mit dem Anspruch, eine «Sinn-Insel» im TV-Programm zu bieten. Seitdem hat sich die Fernsehwelt drastisch verändert, doch das Format hat sich gehalten. Kritiker hatten «Wort zum Sonntag» immer wieder als altmodisch oder überholt bezeichnet und das kirchliche Privileg, wöchentlich einen TV-Beitrag zu gestalten, infrage gestellt.
Mit der Zeit hat sich das Format jedoch gewandelt: Die Sprache ist alltagsnah und die Themenwahl spiegelt aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen. Das frühere Pathos ist einer modernen, einladenden Tonalität gewichen, was das «Wort zum Sonntag» auch für ein heutiges Publikum relevant macht.
Zum 70-jährigen Bestehen feiern die Kirchen diese Woche in einem ökumenischen Festakt dieses «beständige Format». Bundespräsident Walter Steinmeier wird in München eine besondere Ansprache halten, die scherzhaft als «präsidiales Wort zum Freitag» angekündigt wurde. (epd/ dst)