Migration

Deutschland unterstützt Seenotretter nicht mehr

Das Auswärtige Amt stellt die finanzielle Hilfe für Seenotrettungsorganisationen ein. Der neue CDU-Minister  Wadephul setzt damit seine langgehegte Forderung um.

«Die Bundesregierung plant keine weitere finanzielle Förderung von Nichtregierungsorganisationen der zivilen Seenotrettung», hat das Deutsche Auswärtige Amt verkündet. Im ersten Quartal dieses Jahres seien 900’000 Euro dafür geflossen, im Jahr 2024 zwei Millionen Euro. Das berichtet die Zeitung «Die Welt».

Die Förderung ging nach Angaben des Auswärtigen Amts an Organisationen wie SOS Humanity, SOS Méditerranée, RESQSHIP, Sea-Eye und Sant’Egidio. Das Auswärtige Amt unter der Grünen-Aussenministerin Annalena Baerbock hatte sie finanziell unterstützt.

Die CDU hatte dies stets kritisiert – unter anderem mit dem Argument, dass die Seenotretter die irreguläre Migration nach Europa förderten. Bereits vor zwei Jahren hatte der heutige Bundesaussenminister Johann Wadephul (CDU) ein Ende der Unterstützung gefordert.

Der Vorsitzende von Sea-Eye, Gorden Isler, kritisierte die Streichung als «fatales Signal». Die finanzielle Unterstützung für Sea-Eye habe «zusätzliche Missionen ermöglicht und ganz konkret Menschenleben gerettet. Jetzt kann es passieren, dass wir trotz Seenotfällen im Hafen bleiben müssen.» Isler forderte eine Fortsetzung der Unterstützung. (dst)

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