Berlin

Neue Ausstellung fragt: Was wussten die Deutschen vom Holocaust?

Eine neue Ausstellung in Berlin widmet sich einer der wichtigsten Fragen über die Gräuel der Nazizeit. Sie beleuchtet verschiedenste Faktoren, die das Verhalten der Deutschen beeinflussten.

Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin zeigt eine neue Ausstellung zur Frage, was die Deutschen über die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs und den Holocaust gewusst haben.

Präsentiert werden rund 300 Exponate aus zahlreichen Archiven, wie die Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, Andrea Riedle, zur Vorstellung der neuen Ausstellung erklärte. Mit den Originalobjekten aus öffentlichen und privaten Sammlungen, Reproduktionen von Fotografien und Dokumenten sowie Audio- und Videoaufnahmen würden viele bislang kaum bekannte Geschichten erzählt.

Die Ausstellung fragt auch nach dem Verhalten der Deutschen während des Zweiten Weltkriegs. Beleuchtet wird eine Bandbreite an Reaktionen, «von aktiver Beteiligung und Mitläufertum über Gleichgültigkeit und Wegsehen bis hin zu Fällen, in denen Menschen Hilfe leisteten».

Nur ein geringer Teil der Bevölkerung habe aktiven Widerstand geleistet, heisst es in der Ausstellung. Auch hierzu versucht sie, Antworten zu finden. So werden Faktoren beleuchtet, die das Verhalten der Deutschen beeinflussten, darunter Propaganda und Antisemitismus sowie Karriere- und Profitmöglichkeiten, aber auch Unterdrückung,
Verfolgung und Gewalt. Die Ausstellung ist bis Ende Januar 2027 zu sehen. (epd/ gab)

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