Das sind die neuen Gesichter beim «Wort zum Sonntag»
Das neue Team beim «Wort zum Sonntag» besteht aus zwei Frauen und drei Männern. Als reformierte Frau ist die Berner Pfarrerin Lea Wenger-Scherler dabei, heisst es in einer Mitteilung vom 3. Oktober. Als römisch-katholische Sprecherin ist Ines Schaberger zu sehen; die Theologin und Journalistin hat das Jubiläum «175 Jahre Bistum St. Gallen» koordiniert, leitet den Kirchen-Podcast «fadegrad» und ist Seelsorgerin in Berufseinführung in Gossau SG.
Der römisch-katholische Sprecher Ruedi Heim ist Pfarrer in den Pfarreien St. Antonius (Bern Bümpliz) und St. Mauritius (Bern Bethlehem) und Domherr des Bistums Basel. Für die christkatholische Kirche tritt Lenz Kirchhofer an. Er ist Pfarrer in der christkatholischen Kirchgemeinde Aarau und engagiert sich als Teilzeit-Hausmann und im Medienbereich. Als evangelisch-reformierter Sprecher komplettiert Manuel Dubach das Team.
Feministische Theologie und biblische Tradition
«Ich bin überzeugt, dass die biblischen Geschichten dazu beitragen, die Welt im Kleinen und Grossen zu verändern. Indem ich sie erzähle, entfalten sie ihre Kraft», wird Lea Wenger-Scherler in der Meldung zitiert. Lea Wenger-Scherler, geboren 1989, ist Theologin und Pfarrerin in der reformierten Kirchgemeinde Bürglen BE. Sie ist verheiratet und hat ein Kind. Als Pfarrerin begleitet sie Kinder, ältere Menschen und Suchende in unterschiedlichen Lebenssituationen. Dabei liegen ihr die Themen feministische Theologie und Ökologie besonders am Herzen.
Manuel Dubach, Dr. theol., geboren 1974, ist Theologe und Pfarrer in der reformierten Kirchgemeinde Burgdorf BE. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter. In seiner Doktorarbeit hat er sich mit der Trunkenheit im Alten Testament beschäftigt. Bis heute fasziniert ihn die biblische Tradition und ihre Übersetzung in den Alltag der Menschen. «Das Leben ist ein Abenteuer. Der Glaube macht es noch spannender. Er ist für mich eine Art Geschmacksverstärker. Es reizt mich, ihn in einem neuen Kontext zu erproben», sagt er.
Eine der ältesten Sendungen
Die Sendung «Wort zum Sonntag» hat seit 1954 ihren festen Platz im Fernsehprogramm und gehört damit zu den ältesten Sendungen und zum Angebot des Service Public des Schweizer Fernsehens. Die neuen Sprecherinnen und Sprecher übernehmen die anspruchsvolle Aufgabe, in knapp 4 Minuten aktuelle Fragen zu kommentieren oder zu gesellschaftlichen Debatten Stellung zu beziehen. Das Team wurde in enger Zusammenarbeit mit den Beauftragten für Radio und Fernsehen der drei Landeskirchen ausgewählt und ausgebildet.
Das neue Team wird die derzeitigen Sprecherinnen und Sprecher des «Wort zum Sonntag» Pia Brüniger-von Moos (röm.-kath.), Chatrina Gaudenz (evang.-ref.), Bernhard Waldmüller (röm.-kath.), Daniel Hess (evang.-ref.) und Lars Simpson (christkath.) ablösen. (bat)