Sorgentelefon

Viele Junge ergreifen die Dargebotene Hand

Die Anlaufstelle 143.ch hat im letzten Jahr 200’000 Kontaktaufnahmen verzeichnet. Psychische Gesundheit und Alltagsbewältigung waren die häufigsten Probleme. Junge Menschen melden sich vor allem online.

Die Nachfrage nach dem Sorgentelefon 143 ist gross. Laut einer Mitteilung der Anlaufstelle 143.ch gingen 2024 rund 200'000 Anrufe aus der ganzen Schweiz ein. Fast die Hälfte der über 9000 Online-Kontakte kam von Menschen unter 40 Jahren. Dies zeige die steigende Nachfrage digitaler Angebote, heisst es in der Mitteilung. Besonders junge Menschen suchten schnelle, anonyme und niederschwellige Hilfe. Deshalb werde 143.ch das Angebot für junge Erwachsene ausbauen und die Online-Präsenz stärken.

Die Dargebotene Hand führte 2024 nach eigener Aussage 74’736 Gespräche über psychische Gesundheit, was rund 25 Prozent aller Kontakte ausgemacht habe. Weitere häufige Themen waren Alltagsbewältigung (21 Prozent), Einsamkeit (10 Prozent), Beziehungen, körperliche Gesundheit, Familie und weitere. Ein wichtiger Bereich der Arbeit der Dargebotenen Hand bleibe die Suizidprävention, schreibt die Anlaufstelle. Online werde das Thema Suizid viermal häufiger angesprochen als telefonisch, was die wachsende Bedeutung des digitalen Angebots nochmals unterstreiche.

Die Anlaufstelle trägt der demographischen Veränderung im Land Rechnung. Seit Januar 2023 bietet beispielsweise die Dargebotene Hand Zentralschweiz Gespräche auf Englisch an unter dem Namen «heart2heart». Letztes Jahr habe sie mit dem Angebot rund 1250 Hilfesuchende unterstützt, die nicht in einer Schweizer Landessprache kommunizieren. (dst)

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