Klimagipfel
80 Länder fordern Fahrplan für Ausstieg aus den fossilen Energien
Auf der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém hat sich eine Gruppe von rund 80 Ländern für einen klaren Fahrplan für die Abkehr von fossilen Energien ausgesprochen. Die meisten europäischen Staaten unterstützen den Aufruf.
«Die Dringlichkeit der Klimakrise erlaubt keinen Aufschub», erklärte die kolumbianische Umweltministerin Irene Velez Torres. Kolumbien habe sich für einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen entschieden, obwohl es bislang ein Förderland für Öl und Kohle ist. Der britische Minister für Energiesicherheit, Ed Miliband, betonte, dass sich der Koalition sowohl Industriestaaten als auch Länder des Globalen Südens angeschlossen haben.
Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte in seiner Eröffnungsrede der Konferenz vergangene Woche einen Fahrplan gefordert, wie der Ausstieg aus den fossilen Energien gelingen kann. Seitdem wird die Idee auf der Weltklimakonferenz diskutiert, ist aber nicht Teil der offiziellen Agenda. Noch ist unklar, ob es zu einem Beschluss kommen wird. In einem Beschlussentwurf finden sich nur abgeschwächte Forderungen zu dem Thema.
Vor zwei Jahren war auf der Weltklimakonferenz in Dubai der Beschluss für eine Abkehr von Kohle, Öl und Gas gefasst worden, jedoch ohne konkrete Vorgaben oder Zielmarken. Der durch die Verbrennung fossiler Energieträger verursachte Ausstoss von CO2 ist wesentlich mitverantwortlich für den menschengemachten Klimawandel. (epd/ dst)