Politische Beteiligung

Christliche Frauenverbände setzen sich für Ausländer­stimmrecht ein

Menschen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft sollen nach fünfjährigem Aufenthalt im Land das Stimm- und Wahlrecht erhalten. Das fordern die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) und der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Immer mehr Menschen – derzeit rund ein Viertel der Bevölkerung – seien von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen, weil sie nicht über die Schweizer Staatsbürgerschaft verfügten. Dies gefährde die demokratische Ordnung, schreiben die Evangelische Frauen Schweiz und der Schweizerische Katholische Frauenbund in einer Mitteilung vom 14. Oktober.

Die Dachverbände der reformierten und der katholischen Frauenorganisationen fordern deshalb das Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz. Künftig sollten alle Menschen, die seit mindestens fünf Jahren im Land lebten, wählen und abstimmen können, heisst es in der Mitteilung.

Die Schweiz lebe von der Beteiligung der Stimmberechtigten auf allen Ebenen des Gemeinwesens. Darum sei die aktuelle Situation ein Missstand, den es anzugehen gelte. (sda/no)