Missbrauch

Christkatholiken erarbeiten ein Präventionskonzept

An der Nationalsynode der Christkatholischen Kirche der Schweiz haben sich die Delegierten dafür ausgesprochen, ein Gesamtkonzept zur Missbrauchsbekämpfung zu verfolgen. Der bestehende Leitfaden genüge nicht mehr, hiess es.

Nach eigenen Angaben hat die Christkatholische Kirche der Schweiz aktuell etwas über 12'000 Mitglieder. In einer Organisation dieser Grössenordnung scheint bis anhin ein Leitfaden zur Missbrauchsprävention genügt zu haben. Er lautet «Bei uns sollen alle Menschen sicher sein» und alle Mitarbeitenden mussten das Papier unterschreiben.

«Nationalsynode, Bischof und Synodalrat sind jedoch der Überzeugung, dass das Dispositiv für das Bistum gegen Machtmissbrauch und für die Prävention grundsätzlich ausgebaut werden muss», schreibt der Kommunikationsverantwortliche Michael Lauber auf Anfrage von ref.ch.

Deshalb hätten Bischof und Synodalrat einen externen Experten beaufragt, zusammen mit einem internen Projektteam eine Kultur der Prävention und Missbrauchsbekämpfung in der Christkatholischen Kirche zu verankern, schreibt Lauber weiter. Entscheidend sei, eine permanente Reflexion der Führungs- und Fürsorgekultur zu erreichen. Dazu sei ein Gesamtkonzept nötig, so Lauber, zu dem unter anderem Risiko- und Personalmanagement, Sensibilisierung, Beratung oder Meldestrukturen gehören.

Weiter wurde entschieden, dass die Christkatholische Kirche der Schweiz dem Verein Iras Cotis beitritt und prüft, ob man eine der Trägerorganisationen werden möchte.

Schliesslich wurde der Verein Christkatholische Jugend der Schweiz aufgelöst. Lauber erklärt, die Bedürfnisse der Jugendlichen hätten sich im Laufe der Jahre «grundlegend verändert». Anstelle des Vereins wurde eine «Plattform Jugend» geschaffen, die von einer Jugendarbeiterin geführt wird und auch als Ressort im Synodalrat Platz hat. Das Vermögen des Vereins steht nach dessen Auflösung nun der Plattform zu Verfügung. (dst)

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