Interreligiöser Dialog

Reformierte Kirche tritt neuem Verein doch nicht bei

Das «Forum Luzerner Religionsgemeinschaften» steht kurz vor der Vereinsgründung. Die Reformierte Kirche Luzern tritt der interreligiösen Vereinigung überraschend nicht bei.

Der Synodalrat der Reformierten Kirche Kanton Luzern hat nach mehrfacher Prüfung und etlichen Diskussionen beschlossen, dem neuen Verein «Forum Luzerner Religionsgemeinschaften» nicht beizutreten, heisst es in einer Mitteilung. Zwar ist der interreligiöse Dialog ein wichtiges Anliegen der Luzerner Landeskirche, aber mit Organisation und Statuten des Vereins ist sie nicht einverstanden.

Ursprünglich habe das Forum einen «rein organisatorischen Zweck zur Koordination bestehender interreligiöser Anlässe» gehabt. Daraus habe sich eine «eigenständige Vereinsstruktur mit politischer Stimme» entwickelt, wie es weiter heisst.

Kurz vor der Vereinsgründung seien nun die Statuten angepasst worden: Punkto Vereinszweck und -ziel werde auf den Verein «Iras Cotis» verwiesen. Auch dies irritiert die Reformierte Kirche Kanton Luzern. Sie schreibt, es erschliesse sich ihr nicht, «weshalb ein weiterer lokaler Verein mit identischem Auftrag wie ein bereits existierender Verein gegründet werden soll».

Ausserdem seien Struktur und Organisation des Vereins intransparent und überorganisiert, kritisiert die Kirche, und stehe «in keinem Verhältnis zum ursprünglichen Vereinszweck». Schliesslich würden auch die Finanzierungsmodelle Fragen aufwerfen, welche der Verein vorsehe – der beabsichtigte Mitteleinsatz sei gross und finanziere sich aus öffentlichen Geldern. (dst)

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