Christkatholische Kirche
Ex-Bundesanwalt Lauber neuer Kommunikationschef
Der ehemalige Bundesanwalt Michael Lauber ist neuer Kommunikationsverantwortlicher der Christkatholischen Kirche Schweiz. Im Mai 2024 wurde der Jurist in den Synodalrat der kleinsten Landeskirche gewählt. Der 59-Jährige ist dort zuständig für das Ressort «Rechtliches», wie das bischöfliche Sekretariat auf Anfrage von ref.ch mitteilt. Lauber ist als Sohn eines christkatholischen Pfarrers aufgewachsen.
Die Professionalisierung der Kommunikation war eines der grossen Themen der Christkatholischen Kirche in diesem Jahr. «Die Nationalsynode hat die klare Erwartung formuliert, dass der Bereich Kommunikation professioneller aufgestellt und gestaltet werden soll», schreibt das Sekretariat. Eine Arbeitsgruppe analysierte die bestehende Situation und empfahl ein Vorgehen.
Daraufhin wurde die Stelle eines Gesamtverantwortlichen für die Kommunikation neu geschaffen. «Es ist ein Mandat für ein Teilzeitpensum, das entschädigt wird», heisst es auf Nachfrage. Diese Aufgabe umfasse auch die Koordinierung der bereichsübergreifenden Geschäfte und die wirkungsvolle Durchführung strategischer Initiativen.
Damit ist Lauber ehrenamtlicher Synodalrat mit dem Aufgabengebiet «Rechtliches» sowie Gesamtverantwortlicher für die Kommunikation. Dazu sagt das bischöfliche Sekretariat: «Die Zusatzaufgabe ist vereinbar mit dem Mandat als Synodalratsmitglied und sie ist erwünscht.»
Michael Lauber war von 2012 bis 2020 Bundesanwalt der Schweiz. Er trat nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 2020 zurück: Lauber habe nicht die Wahrheit gesagt im Zusammenhang mit einem vertraulichen, nicht protokollierten Treffen mit Fifa-Präsident Gianni Infantino. Lauber akzeptierte das Urteil, wies den Vorwurf der Lüge aber zurück. Ein Strafverfahren gegen ihn wurde 2023 schliesslich eingestellt, weil sich nicht erhärten liess, dass sich die Bundesanwaltschaft durch die Fifa habe instrumentalisieren lassen.