Asyl

Bund zieht positive Zwischenbilanz zu Schnellverfahren

Das Pilotprojekt für ein beschleunigtes Asylverfahren für Personen aus dem Maghreb hat zur gewünschten Entlastung geführt. Die Zahl der Personen aus den betroffenen Staaten sank um mehr als die Hälfte.

Ende Februar ist ein Pilotprojekt des Staatssekretariats für Migration (SEM) mit verkürzten Asylverfahren zu Ende gegangen, wie es in einem publizierten Fact Sheet heisst. Das Verfahren richtete sich an Asylsuchende aus Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien – Testort war das Bundesasylzentrum (BAZ) Zürich.

Das SEM spricht von einem Erfolg. Gemäss einer ersten Zwischenbilanz halbierte sich der Bestand an Personen aus diesen Staaten im BAZ Zürich, während er in anderen BAZ nur ganz leicht sank.

Die Durchführung der wichtigsten Verfahrensschritte innerhalb von 24 Stunden habe die durchschnittliche gesamte Verfahrensdauer massgeblich verkürzt. Zudem sei die Gesprächsbereitschaft bei den betroffenen Personen zu Beginn des Verfahrens grösser. Dies erleichtere die Gesprächsführung.

Asylsuchende aus den Maghreb-Staaten erhalten in der Schweiz nur selten ein Bleiberecht. 2023 liessen sich über 6000 Personen aus diesen Staaten in einem BAZ registrieren. Dies entspricht laut der Mitteilung mehr als einem Fünftel aller Registrierungen. Lediglich 14 Personen aus diesen Staaten erhielten im selben Zeitraum ein Bleiberecht.

Laut dem SEM sind Asylsuchende aus den Maghreb-Staaten überdurchschnittlich oft an sicherheitsrelevanten Vorfällen in den BAZ beteiligt. Einzelne von ihnen fallen ausserhalb der Zentren mit wiederholten Straftaten wie Ladendiebstählen oder Einbrüchen auf. (sda/ pef)