Bündner Kirchenrätin Miriam Neubert tritt zurück

Nach rund neun Jahren in der Exekutive der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden hat Miriam Neubert ihren Rücktritt bekannt gegeben. Ihre Nachfolge soll Anfang 2022 gewählt werden.

Miriam Neubert trat ihr Amt als Kirchenrätin im Januar 2013 an und leitete das Departement Aussenbeziehungen der Bündner Kirche. Per Ende Jahr legt sie dieses Mandat nun nieder. Der Kirchenrat nehme den Rücktritt mit Bedauern zur Kenntnis, wie es in einer Mitteilung vom 12. Juli heisst.

Neubert begründet ihren Entscheid damit, dass sie zugleich ihre Pfarrstelle in der Kirchgemeinde Tamins-Bonaduz-Rhäzüns gekündigt habe. In der Exekutive seien drei der insgesamt sieben Sitze Theologinnen und Theologen vorbehalten, diese gehörten unbedingt in ein Pfarramt, so Neubert gegenüber ref.ch. «Es wäre nicht zwingend nötig, mit dem Rücktritt vom Pfarramt auch das Kirchenratsmandat aufzugeben, aber bei meinen Ansprüchen an Klarheit und Eindeutigkeit ist das so.»

Zudem gebe es biografische Gründe. Als Kirchenrätin habe sie jung angefangen und habe nun Lust auf Veränderung.  «Ich  mache gerne Platz für neue innovative Personen, die auch jung eine Chance bekommen sollen.» Weiterhin werde sie als Supervisorin und Mediatorin tätig sein.

Die Nachfolge von Miriam Neubert wird an einer ausserordentlichen Synode im Januar 2022 gewählt. (no)