EKS-Synode

Ungewisse finanzielle Aussichten

Das Budget der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) sieht für nächstes Jahr etwas höhere Ausgaben als Einnahmen vor. Die Synodalen haben dem Voranschlag zugestimmt. Zu reden geben wird aber noch der Finanzplan für die Periode 2024 bis 2027.

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) rechnet im nächsten Jahr mit einem Aufwandüberschuss von 23’000 Franken und Mitgliederbeiträgen in der Höhe von knapp 6 Millionen Franken. Christoph Zingg von der Geschäftsprüfungskommission bezeichnete den Voranschlag an der EKS-Synode in Bern als «realistisch konservativ» und empfahl ihn zur Annahme. Die Synodalen folgten seinem Votum mit 66 zu 0 Stimmen bei zwei Enthaltungen.

Ombudsstelle muss der GPK Bericht erstatten

Mit ihrer Motion «Berichterstattung Ombudsstelle» rannte Esther Straub von der Zürcher Landeskirche offene Türen ein. Das Synodenbüro erklärte, sie ohne Abstimmung entgegennehmen zu wollen. Die Synodalen waren damit einverstanden.

Straub forderte in ihrer Motion, dass die Ombudsstelle die Geschäftsprüfungskommission (GPK) jedes Jahr darüber informieren soll, wie viele Fälle welcher Art sie behandelt hat und wie sie ausgegangen sind. Dadurch soll sie die Synode über mögliche Probleme und Lösungsansätze informieren können. In welcher Form der Bericht erfolgen soll – ob mündlich oder schriftlich – liess Straub offen. Der Datenschutz müsse dabei aber garantiert sein.

Die Ombudsstelle wird jeweils für eine Legislatur vom EKS-Rat bestimmt und hatte bisher gegenüber der Synode keinerlei Verpflichtung. Nun soll das Synodenreglement angepasst und die GPK als Kontrollinstanz eingesetzt werden.

Der Finanzplan für die folgenden vier Jahre sorgte für etwas mehr Diskussionen. Die EKS geht in den Jahren 2024 bis 2027 von gleich hohen Mitgliederbeiträgen aus. Mehrere Sprecher verwiesen aber darauf, dass die Mitgliedkirchen mit sinkenden Mitgliederzahlen und damit sinkenden Einnahmen zu kämpfen haben. Gerhard Bütschi von der Aargauer Landeskirche wollte deshalb wissen, ob sich dieser Umstand nicht in den Beiträgen der Mitgliedkirchen an die EKS widerspiegeln sollte.

Weiter forderte Bütschi, die Aufgabenverteilung unter die Lupe zu nehmen. «Eine Aufgabenverlagerung zur EKS hin muss zwingend die Mitgliedkirchen entlasten und durch unser Gremium beschlossen werden», sagte er. Gleichzeitig betonte Bütschi, dass die Mitgliedkirchen der Nordwestschweiz nicht prinzipiell gegen mehr Mittel und Kompetenzen für die EKS seien.

Laut EKS-Vizepräsident Daniel Reuter (Ressort Werke und Missionen) geht es nicht darum, die verschiedenen Ebenen gegeneinander auszuspielen. Auch er war der Ansicht, dass eine Debatte spätestens bei der Präsentation der Legislaturziele notwendig und möglich sei. Die Synode nahm den Finanzplan 2024-2027 daraufhin zur Kenntnis.