Synode

Baselstädtische Kirche macht grossen Verlust

Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt hat fünf Millionen Franken weniger eingenommen als im Vorjahr. Daraus resultiert ein deutliches Minus. Breit diskutiert wurde an der Synode die Totalrevision der Kirchenverfassung.

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt hat die Jahresrechnung 2021 genehmigt, wie es in einer Mitteilung vom 30. Juni heisst. Allerdings sind die Einnahmen massiv zurückgegangen: Die Kirche hat fünf Millionen Franken weniger Steuern eingenommen als 2020. «Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um Verschiebungen handelt, die mit der Systemumstellung auf den Steuereinzug durch den Kanton Basel-Stadt zu tun haben», begründete Kirchenrat David Jenny den starken Einnahmerückgang. Insgesamt schliesst die Rechnung 2021 mit einem Verlust von 1,4 Millionen Franken.

Das Haupttraktandum der Synode war die erste Lesung der Totalrevision der Kirchenverfassung. Über 30 Änderungsanträge musste die Synode verhandeln. Dabei ging es manchmal um einzelne Wörter, manchmal aber auch um grundsätzliche Aspekte. So wurde eine durchgehend geschlechterneutrale Formulierung gefordert. Die Eckpunkte der Verfassung waren aber nicht umstritten: Die Synode und die Leitungsgremien der Kirche sollen verkleinert werden. Und die Finanzplanung soll nicht mehr parlamentarisch durch die Synode erfolgen, sondern exekutiv durch den Kirchenrat. Davon erhofft man sich in Basel mehr Flexibilität.

Die Änderungsanträge gehen nun an den Verfassungsrat. Im Herbst wird der überarbeitete Verfassungstext der Synode zur zweiten Lesung vorgelegt. (mos)