Baselstädtische Kirche mit hohem Defizit

Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt hat 2017 rote Zahlen geschrieben. Die sinkenden Steuereinnahmen seien besorgniserregend, hiess es an der Sommersynode.


An ihrer Versammlung vom 20. Juni mussten die Delegierten des Kirchenparlaments einen Verlust in der Jahresrechnung 2017 zur Kenntnis nehmen. Rund 1,7 Millionen Franken beträgt das Loch in der Kasse der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt. Mitverantwortlich dafür sind die geringeren Steuereinnahmen. Es sei besorgniserregend, dass diese schneller zurückgingen als prognostiziert, sagte Kirchenrat David Jenny gemäss Mitteilung.

«Von einigen Dingen Abschied nehmen»

Der Präsident der Synode Beat Ochsner informierte die Delegierten weiter über den von ihm selbst angestossenen Strategieprozess. Dieser soll festlegen, welche Schwerpunkte die Basler Kirche künftig setzen will. Dabei sei es unumgänglich, dass «wir von einigen Dingen auch Abschied nehmen müssen», sagte Ochsner. Was das konkret heisst, soll nun bis Mitte 2019 erarbeitet werden.

Neu geregelt wird zudem die Aufsicht der privatrechtlichen kirchlichen Stiftungen. Eine entsprechende Anpassung sei notwendig, weil die Bundesgesetzgebung vorsehe, dass künftig auch diese Stiftungen ins Handelsregister einzutragen seien, schreibt die Basler Kirche. (no)