Synode

Basel hat eine neue Kirchenrätin

Die Basler Synode hat Monika Widmer, Pfarrerin in der Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz, in die Exekutive der Kirche gewählt. Ausserdem wurde das Budget verabschiedet.

Nach gut acht Monaten ist der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt wieder komplett: Die Synode wählte am 25. November Monika Widmer mit grossem Mehr in die Exekutive, wie die Kirche in einer Mitteilung schreibt. Die Pfarrerin wurde von der Fraktion Offene Synode vorgeschlagen und übernimmt den Sitz von Christine Dietrich, die nach einer Kontroverse um frühere Blogbeiträge von ihr im März zurückgetreten war.

Monika Widmer hat an der Universität Freiburg i.Ue. Theologie und Musikwissenschaft und an der Universität Bern Theologie studiert und war als Pfarrerin in Schaffhausen und in Konolfingen im Kanton Bern tätig. Seit Sommer 2013 ist sie Pfarrerin an der Tituskirche auf dem Bruderholz, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Rotes Budget

Neben der Wahl beschäftigte sich die Synode vor allem mit den Finanzen. So verabschiedete sie das Budget 2021, das ein Minus von rund 430'000 Franken vorsieht. In der Finanzplanung 2021 bis 2024 war noch von einem Überschuss von rund 172'000 Franken ausgegangen worden. Die Abweichungen sind auf die Bereiche Liegenschaften sowie Leitung und Verwaltung zurückzuführen.

Kritisch äusserte sich dazu die Geschäftsprüfungskommission (GPK). Sie stellte ausserdem die Frage in den Raum, ob die Steuereinnahmen «für das Corona-Jahr 2020» die budgetierten 13′500′000 Franken tatsächlich erreichen würden. Weitere Sparmassnahmen schienen vor diesem Hintergrund unvermeidlich, schreibt die GPK in ihrem Bericht.

Strategieprozess eingeleitet

Die Basler Kirche kämpft seit Jahren mit einer angespannten Finanzlage: Die Jahresrechnung 2018 hatte mit einem Verlust von 2,7 Millionen Franken geschlossen. Für 2019 konnte die Kirche zwar einen Gewinn von 170'000 Franken verbuchen – dies jedoch nur dank eines ausserplanmässigen Ertrags aus der Bau- und Vermögensverwaltung. Die Kirche hat indes einen Prozess eingeleitet, um den anstehenden Herausforderungen wie etwa Mitgliederschwund und sinkenden Einnahmen zu begegnen.

Wie die Kirche weiter mitteilt, soll die Synode das nächste Mal Ende Juni zu einer ordentlichen Sitzung zusammenkommen. Zwischen März und Mai soll sie im Rahmen von ausserordentlichen Versammlungen eine Totalrevision der Kirchenverfassung an die Hand nehmen. (vbu)