Baselstädtische Reformierte mit neuer Strategie gegen rote Zahlen

An ihrer Sommersitzung verabschiedeten die Abgeordneten der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt ein Strategiepapier. Es ist eine Antwort auf die angespannte finanzielle Situation.


Die Baselstädtische Kirche ist im Umbruch. Mitgliederrückgang und sinkende Steuereinnahmen setzen ihr zu. Vor zwei Jahren hat die Synode deshalb dem Antrag zugestimmt, eine neue Strategie zu erarbeiten. Damit will die Kirche auf die veränderten gesellschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen reagieren.

An seiner Versammlung vom 19. Juni hat das Kirchenparlament die überarbeitete Strategie nun mit deutlichem Mehr gutgeheissen. Das vierseitige Dokument umfasst die Punkte Mission, Vision, Leitbild und Strategie und definiert die Richtlinien, an denen sich die Baselstädtische Kirche in den kommenden Jahren orientieren will. Zu den Zielvorgaben gehören unter anderem ausgeglichene Finanzen. So soll in Zukunft auf neue Finanzierungsmodelle wie Drittmittelbeschaffung und Freiwilligenarbeit gesetzt werden, um die Abhängigkeit von den Steuereinnahmen zu reduzieren.

Tiefrote Zahlen

Wie diese Ziele konkret umgesetzt werden, ist allerdings unklar. Die eigentliche Arbeit beginne erst in der kommenden Legislatur, wenn es darum gehe, die entsprechenden Massnahmen zu definieren, sagte Kirchenratspräsident Lukas Kundert gemäss einer Mitteilung.

Dass die Baselstädtische Kirche bei der Finanzierung neue Wege beschreiten muss, zeigten einmal mehr die tiefroten Zahlen. Aufgrund geringerer Steuereinnahmen schloss die Jahresrechnung 2018 mit einem Minus von rund 2,7 Millionen Franken. Budgetiert war ein Verlust von rund 2,4 Millionen Franken. (no)