Uganda

Anti-LGBTQ-Gesetz bleibt in Kraft

Uganda hält an seinem Anti-LGBTQ-Gesetz fest, obwohl die Weltbank dem Land deswegen kein Geld mehr zur Verfügung stellt. Das gab der stellvertretende Parlamentssprecher bekannt.

Trotz internationalen Drucks hält Uganda an seinem harschen Anti-LGBTQ-Gesetz fest, wie die Zeitung «Daily Monitor» berichtete. Das Land werde wegen Budgetkürzungen nicht zusammenbrechen, betonte der stellvertretende Parlamentssprecher Thomas Tayebwa. Anfang August hatte die Weltbank als Reaktion auf das Gesetz Zahlungen an das Land ausgesetzt.

Ihre Entscheidung hatte die Weltbank damit begründet, dass das Gesetz gegen die Werte der Finanzinstitution verstosse. Sexuelle und geschlechtliche Minderheiten müssten in den von der Weltbank finanzierten Projekten vor Ausschluss geschützt sein.

Seit Ende Mai gilt in Uganda eines der weltweit schärfsten Gesetze gegen sexuelle Minderheiten. Es sieht unter anderem lange Haftstrafen und für «schwere Fälle von Homosexualität» sogar die Todesstrafe vor. Ausserdem können Personen, die Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans-Menschen unterstützen, juristisch belangt werden. (epd/ pef)