Afghanistan

Konflikte und steigende Preise verschärfen humanitäre Krise

Überteuerte Lebensmittel, Bomben aus Pakistan, eingeschränkte Einfuhren aus dem Iran: Immer mehr Menschen in Afghanistan wissen nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit nehmen sollen.

In Afghanistan verschlechtert sich die humanitäre Lage weiter. Nach Angaben der Caritas-Expertin Veronika Staudacher treiben der Konflikt mit Pakistan im Osten und die Folgen des Iran-Kriegs im Westen immer mehr Menschen in existenzielle Not.

Seit Ende Februar sind mehr als 115'000 Menschen aus Grenzgebieten geflohen. Viele leben in provisorischen Camps ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder sanitären Einrichtungen.

Auch wirtschaftlich spitzt sich die Lage zu. Afghanistan ist stark von Importen abhängig. Einschränkungen aus dem Iran sowie Grenzschliessungen durch Pakistan haben die Preise deutlich steigen lassen. Reis verteuerte sich innerhalb eines Jahres um bis zu 25 Prozent, auch andere Lebensmittel wurden teurer.

Die Preissteigerungen treffen die gesamte Bevölkerung. Bereits zuvor hatte rund ein Drittel der Menschen Mühe, sich ausreichend zu ernähren.

Hilfsorganisationen arbeiten unter erschwerten Bedingungen weiter. Der Zugang zu manchen Regionen ist eingeschränkt, Transporte müssen teils aufwendig über Land erfolgen.

Besonders betroffen sind Frauen. Seit der Machtübernahme der Taliban 2021 wurden ihre Rechte stark eingeschränkt. Hilfsprojekte versuchen dennoch, Unterstützung für Frauen aufrechtzuerhalten. (epd/ hz)

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