Bewaffnete Konflikte

«Ärzte ohne Grenzen» prangern fehlende Hilfe für den Sudan an

500 Tage nach Kriegsbeginn im Sudan sei die Reaktion auf die humanitäre Krise unzureichend, sagt «Ärzte ohne Grenzen». Es sei ein beschämender Moment für die internationalen Organisationen und Geberländer.

Zehntausende Menschen seien im bewaffneten Konflikt im Sudan verletzt oder getötet worden, erklärte die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen». Das Ausmass an Mangelernährung, insbesondere bei Kindern, sei alarmierend.

Gleichzeitig schränken beide Kriegsparteien Hilfsmöglichkeiten bisher stark ein. Die anhaltende Gewalt habe zudem eine der grössten Vertreibungskrisen weltweit ausgelöst.

«Im ganzen Land sterben Kinder aufgrund von Mangelernährung», erklärte Tuna Turkmen, Notfallkoordinator von «Ärzte ohne Grenzen», in Darfur. «Die Hilfe, die die Menschen am dringendsten brauchen, kommt kaum. Und wenn sie kommt, wird sie oft blockiert.»

Im Sudan war im April 2023 ein Machtkampf zwischen der Armee und der paramilitärischen RSF-Miliz eskaliert. Internationale Bemühungen, die Kontrahenten zu einem Ende der Kämpfe zu bewegen, sind bislang erfolglos geblieben. (epd/ dst)