Zürcher Synode entscheidet über Kompetenzen und Parlamente

An ihrer Sitzung beriet die reformierte Synode Zürichs einmal mehr über die neue Kirchenordnung. Sie stimmte ausserdem der Fusion zweier Kirchgemeinden zu.


Am 8. Mai setzte die Synode der reformierten Zürcher Landeskirche die Beratung der Teilrevision der neuen Kirchenordnung fort. Dabei ging es unter anderem um die Kompetenzen der Kirchgemeindeschreiber. Diese sollen neu explizit in der Kirchgemeindeordnung genannt werden. Über die Aufgaben und Kompetenzen entscheide die Kirchgemeinde weiterhin selbst, schreibt die Landeskirche.

Kirchgemeinden entscheiden über Wahlkreise

Ein weiterer Punkt auf der Traktandenliste waren Parlamente für grosse Kirchgemeinden. Dies betreffe vorderhand die Kirchgemeinde Stadt Zürich, die nach der Fusion über 80‘000 Mitglieder haben wird. Dabei habe die Synode vor allem über die Aufteilung der Wahlkreise diskutiert. Der Kirchenrat sprach sich für einen Wahlkreis aus, um territoriale Strukturen «nicht zu zementieren» – gerade mit Blick auf fusionierte Kirchgemeinden. Die Mehrheit der Synodalen stimmte dennoch dafür, dass Kirchgemeinden selbst entscheiden können, ob sie ihre Gemeinde in mehrere Wahlkreise unterteilen wollen.

Ausserdem beschloss die Synode, dass die Kirchenpflege künftig weiterhin per Volkswahl zusammengestellt wird, und lockerte die Wohnsitzpflicht für deren Mitglieder. Die Kirchgemeinde kann demnach Ausnahmen gewähren.

Turbenthal und Wila künftig eine Kirchgemeinde

Die Synode stimmte an ihrer Sitzung auch einem weiteren Zusammenschluss zu. Die reformierten Kirchgemeinden Turbenthal und Wila sind künftig eine Gemeinde. Kirchenrat Daniel Reuter würdigte den Zusammenschluss, bedauerte jedoch, dass die Kirchgemeinde Sitzberg nicht einbezogen werden konnte. Sitzberg ist eine Kleingemeinde mit 190 Mitgliedern und gehört zur politischen Gemeinde Turbenthal. (pd)