Zürcher Landeskirche publiziert Leitfaden zur Seelsorge

Durch das Fusionsprojekt «Kirchgemeinde Plus» wird auch die Seelsorge in vielen Zürcher Kirchgemeinden neu organisiert. Worauf dabei geachtet werden muss, ist in einer Publikation der Landeskirche zu lesen.


Im Zuge des Fusionsprozesses «Kirchgemeinde Plus» muss die Seelsorge in vielen Zürcher Kirchgemeinden neu organisiert werden. Die reformierte Landeskirche Zürich hat aus diesem Grund einen Leitfaden publiziert, der dabei Hilfe leistet. Das Büchlein «Seelsorge gestalten» wird in den kommenden Wochen flächendeckend an Pfarrpersonen, Sozialdiakone und Behördenmitglieder in den Kirchgemeinden versandt.

Die neue Publikation zeige, was reformierte Seelsorge heisse, welche Werte sie vertrete und wie sie arbeite, schreibt Michel Müller, Kirchenratspräsident der Zürcher Landeskirche, im Vorwort der Publikation. Im ersten Teil werden dazu zwölf «Merkmale» herausgearbeitet. Demnach will die reformierte Seelsorge nahe bei den Menschen und sowohl in Kirchgemeinden wie in Institutionen präsent sein. Weiter zeichne sie eine Vielfalt an Gesprächsmethoden und der Einbezug von Ritualen und Sakramenten aus.

Praktische Tipps

Der zweite Teil des Büchleins bietet konkrete Hilfestellung bei der Umsetzung der Seelsorge in Kirchgemeinden und Institutionen. Dort erhalten die Verantwortlichen unter anderem Tipps dafür, wie die Seelsorge vor Ort vernetzt und bekannt gemacht werden kann. Weiter ist nachzulesen, wie Freiwillige ausgewählt und geschult werden.

Verfasst wurde das Büchlein von Rita Famos, Leiterin Spezialseelsorge der Zürcher Landeskirche, und Jacques-Antoine von Allmen, Beauftragter für Weiterbildung. Es ist beim TVZ-Verlag in einer Auflage von 1’200 Exemplaren erschienen. Offiziell vorgestellt wird es am 2. April an einer Vernissage der Zürcher Landeskirche. (no/pd)