Lohngerechtigkeit

Zürcher Kirche will für Quereinsteiger attraktiver werden

Der Kirchenrat der Reformierten Kirche Kanton Zürich will die Anfangslöhne von Pfarrerinnen und Pfarrern neu regeln. Von der geplanten Teilrevision der Pfarrverordnung sollen insbesondere Quereinsteiger profitieren. Die Vernehmlassung läuft noch bis Ende Juni.

Aufgrund des Pfarrermangels wird die reformierte Zürcher Landeskirche in den kommenden Jahren verstärkt auf Quereinsteiger angewiesen sein. Absolventinnen des Studienganges für Quereinsteiger «Quest» sind lohnmässig derzeit aber noch deutlich schlechter gestellt als Pfarrpersonen, die unmittelbar nach ihrer Erstausbildung berufstätig werden.

Der Kirchenrat hat deshalb eine entsprechende Anpassung der Pfarrverordnung in die Vernehmlassung geschickt, wie es in einer Mitteilung vom 17. Mai heisst. Mit der Teilrevision sollen frühere Tätigkeiten bei der Festsetzung des Anfangslohns stärker berücksichtigt werden. Dazu gehörten frühere kirchliche Tätigkeiten, geleistete Familien- und Betreuungsarbeit sowie berufliche Erfahrungen, die ausserhalb des kirchlichen Umfelds erworben wurden.

«Ungerechtigkeiten beseitigen»

Ausserdem sollen Verzerrungen in der Lohnentwicklung korrigiert werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Diese stammten teilweise noch aus der Zeit, als die kantonale Direktion der Justiz und des Innern für die Pfarrlöhne zuständig war.

Mit den Anpassungen wolle der Kirchenrat erreichen, dass die Landeskirche für Quereinsteigerinnen mit nicht geradlinigen Laufbahnen attraktiv bleibe. Zudem sei es ihm ein Anliegen, dass Ungerechtigkeiten aus früheren Regelungen auch für langjährige Pfarrpersonen beseitigt werden.

Die Vernehmlassung läuft noch bis Ende Juni. Die Teilrevision soll per 1. Januar 2022 in Kraft treten. (no)