Zürcher Grossmünster zeigt erstmals Bibelsammlung

Die erste protestantische Vollbibel erschien 1529 in Zürich. Im Rahmen des Zürcher Reformationsjubiläums wird die bedeutende Schriftensammlung erstmals öffentlich einsehbar.


Die Dauerausstellung «Getruckt zu Zürich» präsentiert ab dem 23. März wertvolle Bibeln aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, darunter die frühesten Übersetzungen Zwinglis und seiner Gefährten, die ersten Übersetzungen ins Italienische, Französische und Rätoromanische oder etwa die erste Zürcher Staatsbibel.

Zudem zeigt die Ausstellung gemäss einer Mitteilung der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich vom 11. März weitere massgebliche reformatorische Schriften oder Flugblätter.

 Schriften aus der Zeit des Wandels

Der fundamentale Wechsel der Gewichtung des Wortes gegenüber der Omnipräsenz der Bilder habe Anfang des 16. Jahrhunderts zu einer für die Gesellschaft, Stadt, Kirche, Kultur und Politik folgenreichen Buchproduktion geführt, schreibt die Kirchgemeinde weiter. Das Hauptaugenmerk der Reformatoren habe nicht mehr den Bildern, sondern dem Wort Gottes gegolten. Im Mittelpunkt sei dabei die erstmalige Übersetzung der Bibel aus den Urtexten in eine allgemein verständliche deutsche Sprache gestanden. (mey)