Armut
Zahl der Hungernden auf 295 Millionen gestiegen
Weltweit hungern laut einem Experten-Bericht der EU, der UN und verschiedener Organisationen zunehmend mehr Menschen. Im vergangenen Jahr waren 295 Millionen Menschen in 53 Ländern von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, heisst es im Bericht «Global Report on Food Crises 2025». Das seien 13,7 Millionen hungernde Menschen mehr als im Vorjahr.
Betroffen seien insbesondere Menschen in Kriegs- und Konfliktregionen, heisst es in dem Bericht. In Gaza und im Sudan habe die Not von Kindern und Erwachsenen ein schier unvorstellbares Ausmass angenommen. Auch in Myanmar und in Haiti verhindere anhaltende Gewalt, dass Menschen Zugang zu Nahrung erhielten.
Die Klimakrise verschärfe ebenso die Hungerkrise. Dürren, Überschwemmungen und Extremwetter bedrohten die Existenzen von Millionen Menschen in Äthiopien, Pakistan oder Afghanistan.
Zudem gefährdeten die «dramatischen Kürzungen humanitärer Hilfe» durch die USA und andere Geberländer das Fortführen lebenswichtiger Programme. Mindestens 14 Millionen Kinder könnten den Zugang zu Ernährungshilfe verlieren. Die Finanzierung für Ernährungshilfe drohe weltweit, um bis zu 45 Prozent zurückzugehen.
Der Bericht wurde im Auftrag des Global Network Against Food Crises erstellt, in dem verschiedene Hilfsorganisationen der UN, die Weltbank und nationale Institutionen zusammengeschlossen sind. (epd/ pef)