Frühjahrsversammlung

Weniger Einnahmen für die Urner Kirche

Die Urner Landeskirche hat im letzten Jahr zwar die Rechnung besser abgeschlossen als erwartet. Die Steuererträge gingen jedoch stark zurück.

Die Jahresrechnung 2021 der Evangelisch-Reformierten Landeskirche Uri schliesst mit einem Plus von rund 23'200 Franken ab, wie die «Luzerner Zeitung» am 16. Juni berichtete. Budgetiert war lediglich ein Ertragsüberschuss von 1000 Franken. Massgeblich für die Differenz war eine Pfarrstelle, die ein halbes Jahr unbesetzt war, hiess es laut der «Luzerner Zeitung» an der diesjährigen Frühjahrsversammlung. Deshalb fielen die Lohnkosten tiefer aus als erwartet.

Einen Einbruch gab es bei den Einnahmen aus den Kirchensteuern. Die natürlichen Personen entrichteten 2021 741'000 Franken Kirchensteuern, das ist 100'000 Franken weniger als im Vorjahr und 60'000 Franken weniger als budgetiert, so die «Luzerner Zeitung».

Keine Neuwahlen

Der Präsident Kurt Rohrer erklärte diesen Einbruch mit dem Wegfall «guter» Steuerzahler. Denn im letzten Jahr seien weniger Leute ausgetreten als im Vorjahr. Waren es 2020 noch 62 Austritte, kündigten im Jahr 2021 nur noch 34 Personen ihre Mitgliedschaft.

Fünf bisherige Kirchenräte wurden für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt. Zwei Räte traten nicht mehr an. Sie wurden nicht ersetzt, da laut den Statuten fünf Mitglieder im Kirchenrat genügen.

Kirchen schliessen?

Zum Schluss gab es laut der «Luzerner Zeitung» eine Anregung von Teilnehmenden, ob die Landeskirche alle vier Kirchen benötige. Einerseits habe die Urner Kirche vergleichsweise wenige Mitglieder und andererseits könnte das Geld für den Unterhalt besser investiert werden. Der Präsident wies aber darauf hin, dass die Kirchen unter Heimatschutz stehen. Man wolle sich aber darüber Gedanken machen im Kirchenrat. (mos)