Weihwasserbecken im Kölner Dom bleiben wegen Corona-Virus leer

Die Dompropstei in Köln reagiert auf die Verbreitung des Corona-Virus'. Einschränkungen gibt es beim Weihwassergebrauch und bei der Kommunion.


Im Kölner Dom werden die Weihwasserbecken ab sofort nicht mehr befüllt. Das sei Teil von Vorsichtsmassnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus, teilte die Dompropstei am 27. Februar in Köln mit. Um das Ansteckungsrisiko zu verringern, werde auch nicht mehr zum Händereichen als Zeichen des Friedensgrusses aufgerufen. «Der Friedensgruss kann sehr gut durch ein freundliches Lächeln oder Zunicken erfolgen», erklärte Dompropst Gerd Bachner.

Auch bei der Kommunion gibt es Einschränkungen. Die sogenannte Mundkommunion, bei der der Priester den Gläubigen die Hostie direkt auf die Zunge legt, berge Gefahren einer Krankheitsübertragung, erklärte Domdechant Robert Kleine. Deshalb sei ab sofort nur noch die Handkommunion im Dom vorgesehen, bei der die Gläubigen die Hostie mit der Hand entgegennehmen.

Täglich 20’000 Besucher

«Wir wollen mit diesen Massnahmen keine Panik schüren, aber dazu beitragen, dass Krankheiten wie das Corona-Virus sich weniger schnell verbreiten können», sagte Kleine. Der Kölner Dom hat nach Angaben der Dompropstei täglich 20’000 Besucher.

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz in Bonn hatte Empfehlungen für Verhaltensregeln zur Verhinderung einer Ausbreitung des Corona-Virus an alle Bistümer verschickt. Priester, Messdiener und Helfer sollten auf eine Teilnahme am Gottesdienst verzichten, wenn sie Symptome einer Erkrankung aufwiesen oder wenn der Verdacht auf eine Erkrankung bestehe. (epd/bat)