Website des Weltkirchenrates wieder online
Wer über die Weihnachtstage im Internet die Webseite des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) aufrufen wollte, landete im Leeren. Hacker hatten die Computersysteme des Weltkirchenrates lahmgelegt, wie die österreichische katholische Nachrichtenagentur berichtete.
Offenbar wurde die Organisation Ziel einer sogenannten «Ransomware-Attacke». Dabei übernehmen Hacker die Kontrolle über die IT-Systeme der Geschädigten und fordern in der Regel ein Lösegeld, damit sie die Systeme und Daten wieder freigeben. ÖRK-Generalsekretär Jerry Pillay sagte, das IT-Team arbeitete unter Hochdruck daran, die Systeme wiederherzustellen. Die Schweizer Behörden und die Polizei seien über den Angriff informiert worden. Zu Beginn des neuen Jahres waren die Seiten wieder online.
Der ÖRK ist ein Zusammenschluss von über 350 christlichen Kirchen aus mehr als 120 Ländern. Die Organisation hat ihren Sitz in Genf. Zuletzt war der ÖRK in der Kritik gestanden, weil er die russisch-orthodoxe Kirche trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine weder aus dem Weltkirchenrat suspendierte, noch diese ausschloss. (jow)