Zur Erinnerung an den NS-Völkermord an den Sinti und Roma hat das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma das Webportal sintiundroma.org eingerichtet. Das Portal soll die damalige Entrechtung der Minderheit dokumentieren, aber auch Vorurteile und Klischees widerlegen, teilte das Zentrum am 3. April mit. Die Nationalsozialisten ermordeten etwa eine halbe Million Sinti und Roma.
Zerstörte Lebenswege
Das Portal zeige Videos und historische Familienfotos von Sinti und Roma, die sie als Individuen hervortreten lassen. Damit wolle das Zentrum die «zerstörten Lebenswege hinter der bürokratisch organisierten Vernichtung sichtbar machen». Thematisiert werde auch die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt worden seien.
Das Webportal lehnt sich inhaltlich an die Wanderausstellung «Rassendiagnose: Zigeuner. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung». Es wird gefördert von der deutschen Bundeskulturstiftung. (epd/pd)