Hilfsorganisationen
Frauen wegen Kürzungen öfter Gewalt ausgesetzt
Die Frauenorganisation der Vereinten Nationen, UN Women, hat tief
Grund für den Geldmangel seien die finanziellen Kürzungen durch Regierungen für die Menschenrechtsarbeit und humanitäre Hilfe, heisst es in einem Bericht. Die Einstellungen hätten zur Folge, dass mehr Frauen und Mädchen Drohungen und Gewalt ausgesetzt seien. Rund 59 Prozent der befragten Institutionen berichteten über eine Zunahme der Straflosigkeit und eine Normalisierung von Gewalt.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei eine weitverbreitete Verletzung der Menschenrechte, hiess es. Schätzungsweise 736 Millionen Frauen – fast jede dritte weltweit – hätten in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt, meist durch einen Intimpartner.
Viele Regierungen weltweit haben Gelder für Menschenrechtsorganisationen gestrichen. Am drastischsten hat die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump die Finanzhilfen
heruntergefahren.
UN Women gehört zu den Vereinten Nationen und sitzt in New York. Aufgrund der Kürzungen im UN-Budget ist geplant, Teile von UN Women oder die gesamte Organisation an einen Standort mit geringeren Kosten zu verlegen. (epd/ no)