Anfangs September hatte die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Waadt vorgeschlagen, in sechs bis acht unbewohnten Pfarrhäusern Flüchtlinge aufzunehmen. Der Regierungsrat hat nun den Vorschlag abgelehnt, wie die Westschweizer Agentur «protestinfo» am 13. Oktober meldete.
Laut Xavier Paillard, Präsident des Katholischen Synodalrats, wurde dies aus organisatorischen Gründen so entschieden. Falls ein neuer Pfarrer käme, bräuchte er ein solches Pfarrhaus. Ebenso seien diese Häuser für Familien konzipiert und hätten deshalb jeweils nur ein Badezimmer.
Bei grosser Notwendigkeit könnten Unterbringungen jedoch gewährt werden. Bei Privatpersonen, die freiwillig Flüchtlinge aufnehmen würden, scheitert es an Administrativem, so Paillard. Allerdings könnten Pfarrer und Diakone Asylsuchende aufnehmen, wenn sie sich rechtmässig beim «Service immeubles, patrimoine et logistique» des Kantons Waadt anmelden.