Valentinstag-Kampagne thematisiert Missbrauch in Beziehungen

Mit «Donnerstags in Schwarz» macht der Ökumenische Rat der Kirchen zum Valentinstag auf dunkle Seiten in «liebenden Beziehungen» aufmerksam.


Der Valentinstag 2019 fällt auf einen Donnerstag. Die Kampagne «Donnerstags in Schwarz» nimmt dies zum Anlass, für Missbrauch in Beziehungen zu sensibilisieren. Am Valentinstag werde zwar die Liebe gefeiert, doch für viele Menschen gehe diese mit Missbrauch und Gewalt einher, schreibt der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK), der die Kampagne verantwortet.

«Liebe erträgt alles»

Zur Valentinstag-Kampagne hat der ÖRK ein Profilbild für Social Media entworfen, das ab dem 7. Februar zur Verfügung steht. Damit will er die Menschen in den sozialen Medien zum Nachdenken anregen.

Zum Start der Kampagne erinnert der ÖRK an eine Stelle aus dem Hohelied der Liebe, das zwar die schöne Seite der Liebe beschreibe, aber auch Fragen aufwerfe: «Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.» (1. Korinther 13, 4-7)

Die Stelle «Liebe erträgt alles» könnten Frauen so verstehen, dass sie auch Gewalt in einer Beziehung hinnehmen müssten, schreibt der ÖRK. Man wolle diese Stelle mit der Kampagne genauer beleuchten, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der ÖRK hat «Donnerstags in Schwarz» vor über zwanzig Jahren lanciert. Mit dem Tragen schwarzer Kleider setzen dabei Menschen weltweit jeden Donnerstag ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen. Auf Twitter und Facebook veröffentlichen sie dazu Bilder und Beiträge. (pd)