Schweizweite Aktionstage gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. In der Schweiz veranstalten über 70 Menschenrechtsorganisationen, Fachstellen und Selbstverteidigungsvereine Aktionen zum Thema. Im Fokus steht dieses Jahr die Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen.


In insgesamt 187 Ländern startet am 25. November eine Solidaritätskampagne gegen Gewalt an Frauen. In der Schweiz seien es über 70 Organisationen, die während 16 Tagen unter anderem Theaterstücke, Konzerte, Diskussionen und kostenlose Selbstverteidigungskurse veranstalten, heisst es in einer Medienmitteilung der feministischen Friedensorganisation Christlicher Friedensdienst (cfd) vom 20. November. Die Friedensorganisation koordiniert die Aktionen in der Schweiz, die auch von den Evangelischen Frauen Schweiz ideell unterstützt werden. Neben den Veranstaltungen werde es auch eine schweizweite Plakataktion geben.

Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen fänden in der Schweiz bereits zum zehnten Mal statt. Dieses Jahr steht laut Mitteilung die Gewalt, welche Mädchen und junge Frauen erfahren, im Fokus. «Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren werden im Ausgang belästigt, erfahren häusliche Gewalt, erleben Diskriminierung durch Sexismus oder werden mit ungesunden Schönheitsidealen eingeengt», sagt Christina Klausener, cdf-Leiterin der Aktionstage in der Schweiz, gemäss Mitteilung. Die Formen von Gewalt seien vielfältig, hätten aber eines gemeinsam: Sie treffen junge Frauen besonders stark. Studien würden zeigen, dass Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren drei Mal mehr sexuelle Übergriffe erfahren als ältere Frauen.

Nach #metoo kommt #sprechenwirdarüber

Für die diesjährigen Aktionstage sei zudem der Hashtag #sprechenwirdarüber lanciert worden. Er soll darauf abzielen, Gewalt an Frauen und insbesondere sexualisierte Gewalt zu enttabuisieren. «Viele Frauen denken, sie seien mitschuldig, wenn sie Gewalt erfahren. Das stimmt nicht, wird aber leider oft so thematisiert», wird Klausener weiter zitiert. Im Rahmen der Aktionstage werde deshalb eine Petition gegen die Verharmlosung sexualisierter Gewalt in den Medien gestartet. (bat)