US-Amerikaner weniger religiös
Der Trend der Verweltlichung der US-Gesellschaft hält laut einer neuen Studie an. 63 Prozent der befragten US-Amerikanerinnen und Amerikaner definierten sich bei der Erhebung als Christen, im Jahr 2007 lag ihr Anteil noch bei 78 Prozent, teilte das in Washington ansässige Pew Research Center am Dienstag mit.
29 Prozent der Befragten gaben an, keine religiöse Bindung zu haben. Sie seien Agnostiker oder Atheisten oder sie glaubten «an nichts Besonderes». 2007 hatten 16 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe angehört. Zudem erklärten 41 Prozent der Befragten, Religion sei in ihrem Leben «sehr wichtig». 2007 waren es noch 56 Prozent gewesen.
Der Rückgang bei den Christen komme vor allem von Einbussen bei den Protestanten, heisst es in der Studie. 40 Prozent der Menschen in den USA definieren sich als Protestanten, 2007 waren es noch 52 Prozent. 60 Prozent der Protestanten gaben an, sie seien evangelikale oder pfingstkirchliche Christen. Der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung ist mit 21 Prozent relativ konstant.
Bei der repräsentativen Erhebung wurden laut Institut von Mai bis August 3937 US-Amerikaner befragt. (epd/mos)