Unerwarteter Gewinn für die Berner Kirche

Zu Beginn ihrer zweitägigen Sommersynode genehmigten die Delegierten der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn die Jahresrechnung 2017 und das neue Personalreglement.


Synodalrat Roland Stach durfte den versammelten Delegierten am ersten Tag der Sommersynode eine erfreuliche Jahresrechnung präsentieren. Mit einem Gewinn von 371’408 Franken lag das Ergebnis deutlich über dem budgetierten Verlust. Einsparungen beim Sachaufwand, unter anderem bei der Informationsarbeit, trugen demnach massgeblich zum Ergebnis bei.

Mehrere Synodale zeigten sich daraufhin erstaunt darüber, wie eine so grosse Differenz zum Budget zustande kommen konnte. Mit vier Prozent Abweichung sei die Differenz nicht übermässig gross, entgegnete Stach. Eine knappere Budgetierung könne zudem zur Folge haben, dass mehr Nachkredite bewilligt werden müssten.

Die Jahresrechnung 2017 wurde schliesslich mit 168 Stimmen bei zwei Enthaltungen gutgeheissen.

Einigkeit über Personalreglement

Weitgehend diskussionslos verlief die Genehmigung des neuen Personalreglements für die Pfarrschaft. Dieses ersetzt im Zuge des Landeskirchengesetzes das alte kantonale Reglement. Man habe versucht, die früheren Bestimmungen so weit als möglich zu übernehmen, betonte Synodalratspräsident Andreas Zeller.

Alle Fraktionen zeigten sich mit dem Entwurf zufrieden. Ergänzt wurde lediglich ein Antrag der Fraktion Mitte, wonach im Reglement auch Arbeitsverhältnisse im Jobsharing berücksichtigt werden müssten. In der Schlussabstimmung stellten sich die Synodalen geschlossen hinter das neue Reglement.

Kirchendirektor verabschiedet sich

Vor der Mittagspause wurde der scheidende Kirchendirektor Christoph Neuhaus (SVP) mit grossem Applaus verabschiedet. In seiner Rede bedankte er sich für die Zusammenarbeit und die gelungene Umsetzung des Landeskirchengesetzes. Neuhaus wird in der Berner Regierung per 1. Juni zur Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion wechseln. Neue Kirchendirektorin wird die Sozialdemokratin Evi Allemann. (no)