Bern verabschiedet neues Landeskirchengesetz

Ab 2020 werden die Landeskirchen über Anstellung und Entlöhnung der Berner Pfarrerinnen und Pfarrer entscheiden.

Mit dem neuen Landeskirchengesetz habe das Parlament eine zeitgemässe Grundlage für das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Staat und Landeskirchen geschaffen. (Bild: Keystone)

Der Grosse Rat des Kantons Bern hat am 21. März das neue Gesetz über die Landeskirchen in einer zweiten Lesung verabschiedet. Pfarrerinnen und Pfarrer werden somit ab 2020 von den Landeskirchen angestellt.

Die Landeskirchen begrüssen diesen Entscheid. Die Finanzierung werde mit dem Zwei-Säulen-Modell auf eine verlässliche Basis gestellt, schreiben die reformierte, die katholische und die christkatholische Kirche am 21. März in einer gemeinsamen Mitteilung.

Beiträge für gesamtgesellschaftliche Leistungen

Das Modell sieht einerseits einen jährlichen Sockelbeitrag sowie Beiträge an gesamtgesellschaftliche Leistungen vor, zum Beispiel Seelsorgeangebote oder Pflege des Interreligiösen Dialogs.

Mit dem Gesetz habe der Grosse Rat eine zeitgemässe rechtliche Grundlage geschaffen, um das Verhältnis von Kanton und Kirchen auch unter veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen weiterzuführen, schreiben die Kirchen weiter. Ausserdem habe er damit auch signalisiert, dass sich der Kanton nicht aus religionspolitischen Fragen zurückziehen wolle. (pd)